Dieses Lied habe ich als Aufarbeitungslied für meine Zeit mit Demenzkranken geschrieben. Wie kommt es, dass der eine fröhlich, der andere aber in sich zusammenfällt?
Nachdem ich es am Tag der Freiheit auf der Bühne gesungen habe - hier die Noten. Noch nicht veröffentlicht
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1. Ein Wurm, benannt, doch namenlos,
lebt tief im Erdreich, feucht und groß.
Er schlängelt sich, ganz ohne Ziel,
und fragt sich oft: „Was wollt ich viel?“
2.durch Moos und Wurzelwerk dahin.
Doch nun vergisst er stets, wohin
sein letzter Gang wohl führte ihn
und er singt:
Ich vergess’, was war, und wohin’s geht,
doch ich weiß, dass jeder Tag vergeht.
Und solange etwas Sonne lacht,
behält das Leben in mir seine Macht.
3. Er gräbt im Kreis, verliert den Fadn,
und wundert sich beim nächsten Gartn.
“War ich grad da? War ich schon hier?
Ge-hörn die Exkremente mir?”
4. Doch irgendwann hat er kapiert,
dass es auch oh-ne funktioniert:
Er liebt den Regen, liebt das Nass,
frisst gerne Kerne und auch Gras.
Ich vergess’, was war, und wohin’s geht,
doch ich weiß, dass jeder Tag vergeht.
Und solange etwas Sonne lacht,
behält das Leben in mir seine Macht.
Instrumental
Und manchmal, wenn die Sonne steht,
der warme Wind die Erde fegt,
dann ruht er still im warmen Dreck
und spürt: „Ich bin am richt´gen Fleck.“
Ich vergess’, was war, und wohin’s geht,
doch ich weiß, dass jeder Tag vergeht.
Und solange etwas Sonne lacht,
behält das Leben in mir seine Macht. (2x)